Mittwoch, 2. November 2011

Zwei Fixpunkte des Bodenberg-Systems in Oberösterreich

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Zwei Fixpunkte des Bodenberg-Systems in Oberösterreich
In Oberösterreich finden sich zwei Festpunkte, vermutlich vorgeschichtlicher geodätischer Vermarkung.
Der Bubenberg 4 bei Peuerbach / Grieskirchen zentral auf der weitesten Peilstrecke von den Externsteinen bis zum Bubenberg 1 sowie
der Bodenberg D bei Schönau im Mühlkreis.
Beide liegen an Schnittstellen von Vermessungslinien eines großflächigen Vermessungsgefüges, das ich Bodenberg-System benenne, weil viele der Schnittstellen in den Landkarten mit „Bodenberg“ bezeichnet sind. 
 






Über das Alter lässt sich wenig sagen, da ich die Namen einerseits noch in großer Zahl vorfand – andererseits über die Namensbedeutung beinahe nichts erfahren konnte.
Hingegen sind die geometrisch-geografischen Zusammenhänge bis heute beständig geblieben und deutlich zu erkennen. Sie könnten vielleicht auf eine historische Epoche hindeuten, in der sie als Orientierungshilfen dienten.
 
Der Bubenberg 4  bei Peuerbach / Grieskirchen
 
 
Die Linien-Schnittpunkte im Bereich von Bubenberg 4: 
Bubenberg 4 und die berechneten Linien
 
  Die Lageskizze zeigt, dass Bubenberg 4 vom theoretischen, rechnerischen Schnittpunkt der Linien  Externsteine – Bubenberg 1  und 
                                   Stift Zwettl – Bubenberg 2  etwa 3,3 km entfernt ist.
 
Überlegungen brachten mich zur Überzeugung, dass in diesem Fall den  Breitenkreis-Linien vom Seebodenberg E über den Zwettlstein und den Bodenberg D Priorität eingeräumt wurde. Vielleicht kann man an dieser Stelle Einblick gewinnen, wie weit und warum so große Abweichungen vom idealen Schnittpunkt geduldet wurden. Interessant wären Sagen oder Erzählungen von der historischen Entwicklung dieser Region.
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Der Bodenberg D bei Schönau im Mühlkreis / Freistadt
 

Bodenberg D (Freistadt)
 


Bodenberg D sollte im Schnittpunkt folgender Linien liegen:
   Linie Orthberg zum Bodenberg G (558 km),
   Stift Zwettl über Bodenberg B zum Bodenberg A (215 km)
                                 und weiter zur Bödenalm  (269 km).
   Die Breitenkreislinie vom Seebodenberg (64 km).

 
    Bodenberg D  liegt am gleichen Meridian wie der Kirchturm Sonntagberg.
 

Im Mühlkreis, 1,1 km südwestlich der Ruine Ruttenstein erhebt sich dieser Bodenberg (D) mit einer Höhe von 711 m. Ältere Leute sprechen den Namen auch wie Bäden- oder Bäïdenberg aus. Der Berg ist in der Gegend bekannt, doch weiß man nichts Näheres über ihn zu berichten. Genau im Süden liegt die Wallfahrtskirche Sonntagberg.



 
Blick vom Bodenberg gegen Süden
 

            Nach Süden gelangt man zunächst zur Waldkapelle bei den „Zigeunermauern“, dann nach Sankt Thomas am Blasenstein mit dem Buckelwehluckenstein, einem vorchristlichen Kultstein  und weiter, ganz genau nach Süden zum Sonntagberg. –


            Nach Westen gelangt man über Altenberg, Unterbubenberg und Pattenham, nicht allzugenau nach Fraunleiten bei Walburgskirchen. 

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Das gesamte Bodenberg-System


  ist ein bemerkenswertes Artefakt, das durch den geometrischen Zusammenhang von Schnittstellen charakterisiert ist, an denen hauptsächlich Boden- und Bubenberge positioniert sind. Die ausgedehnte Fläche legt nahe, dass es sich um das Werk einer sehr verbreiteten Kultur handelt.
 


 





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